Auf der Jagd nach Bienen mit einem Ballon
Wissenschaftler ermitteln mithilfe eines mit Helium gefüllten Wetterballons die Zahl der Bienenvölker in einem bestimmten Gebiet. Der Wetterballon verbreitet die Pheromone einer Honigbienen-Königin.
Wissenschaftler ermitteln mithilfe eines mit Helium gefüllten Wetterballons die Zahl der Bienenvölker in einem bestimmten Gebiet. Der Wetterballon verbreitet die Pheromone einer Honigbienen-Königin.
Honigbienen können Hotspots für die Übertragung von Viren auf Wildbienen sein. Viele wildlebende Hummel-Arten sind rückläufig und neue Forschungsergebnisse zeigen, dass Krankheiten, die von Honigbienen verbreitet werden, ein Hauptverursacher sein können.
Infektionskrankheiten sind einer der Hauptgründe für das Sterben ganzer Honigbienenvölker. Wissenschaftler sind im Rahmen einer Studie darauf gestoßen, dass Schwebfliegen denselben Krankheitserregern ausgesetzt sind wie Honigbienen. Insofern können sie Krankheitserreger untereinander austauschen, insbesondere beim Besuch derselben Blüten.
Erscheinen Hornissen bei Östlichen Honigbienen, wissen die Bienen, was zur Abwehr zu tun ist: Mehrere hundert Bienen bilden eine Kugelformation und rösten die Hornisse quasi im Inneren des „Feuerballs“. 1995 wurde dieses Verhalten zuerst in Japan beobachtet. Jetzt hat sich herausgestellt, dass bei dieser Verteidigungsstrategie allerdings auch die beteiligten Bienen in Mitleidenschaft gezogen werden.
In der Republik Südafrika finden sich zwei Unterarten der Westlichen Honigbiene, die Ostafrikanische Hochlandbiene und die Kapbiene. Biologisch und ökonomisch besitzen beide Unterarten Bedeutung. Äußerlich sind beide Unterarten nicht voneinander zu unterscheiden. In einer Studie haben Wissenschaftler daher mithilfe von Genotyping-by-Sequencing (GBS), Flügelgeometrie und herkömmlicher Morphometrie-Herangehensweise nach Unterschieden gesucht, um Marker zu finden, mit deren Hilfe beide Unterarten sicher unterschieden werden können.
Die Pestizidklasse der Neonicotinoide hat nicht gerade den Ruf, der Gesundheit von Bienen dienlich zu sein. Ganz im Gegenteil zielt ihr Wirkmechanismus doch darauf, das Nervensystem von Insekten massiv zu schädigen. Gleichwohl zeigen einzelne Neonicotinoide eine unterschiedliche Toxizität bei Bienen. Forscher haben in ihrem Studienergebnis nun davon berichten, warum dies so ist.
Forscher haben ein Gen entdeckt, das für Farbunterschiede innerhalb einer Hummel-Art verantwortlich ist. Diese Entdeckung hilft, die sehr unterschiedlichen Farbmuster bei Hummel-Arten zu erklären und wie sich Mimikry entwickelt, wenn Individuen in einem Gebiet, ähnliche Farbmuster annehmen.
Ein gemeinsames Team der Universität Graz und der Technischen-Universität Graz hat bei der „International Genetically Engineered Machine“-Competition in Boston (IGEM) mit der Entwicklung eines Biosensors für die Amerikanische Faulbrut überzeugen können.
Die Varroa-Milbe ist in den Jahren 2007/2008 auf der Big Island von Hawaii eingeführt worden.
Viren, bei denen die Milbe als Vektor bei Honigbienen dient, trifft man ebenso bei Westlichen Wespen an. Mit der Ankunft der Varroa hat sich die genetische Vielfalt dieser Viren verändert – auch bei den Wespen.
Veränderungen in der Ernährung während der frühen Entwicklungsphase von Honigbienenlarven führen zu sehr unterschiedlichen Eigenschaften der ausgewachsenen Honigbiene. Entweder werden sie eine Arbeiterin oder eine Königin. Warum das so ist, haben australische und britische Wissenschaftler herausgefunden.
Parasiten bilden einen wesentlichen Faktor für das Sterben von Honigbienen-Völkern. Nosema ceranea und Nosema apis sind Parasiten, die sich in bestimmten Regionen der Welt und zu bestimmten Jahreszeiten für Honigbienen als besonders bedrohlich erweisen. Eine exakte Diagnose der Parasiten-Sporen erfolgt mithilfe eines Lichtmikroskops in einem Labor.
Das Flügeldeformationsvirus hat sich für Honigbienen als bedrohlich entwickelt. Die Varroa-Milbe dient als Vektor für das ansonsten weit weniger gefährliche Virus. Es sorgt dafür, dass das Gehirn der Biene so funktioniert, als wäre sie älter als sie in Wahrheit ist.
Hummeln können Objekte im Dunkeln finden, die sie zuvor nur gesehen haben: Hummeln können demnach ein Objekt mit einem Sinn erleben und später mit einem anderen erkennen.
Allergien durch Insekten-Stiche können anaphylaktische Reaktionen bei Erwachsenen auslösen und gehören damit zu den gefährlichsten Allergien. Spezifische Immuntherapien können das Risiko derartiger Reaktionen nachweislich senken. Gerade bei Bienen kommt es aber auf viele der Bestandteile des Giftes an, nicht nur auf die am meisten vertretende Komponente.
Ein Online-Tool namens Beescape ermöglicht es Imkern, spezifische Stressfaktoren besser zu verstehen, denen Bienen ausgesetzt sind. Doch auch alle anderen, die an (Wild-)Bienen interessiert sind, gibt es wertvolle Einblicke in die Umwelt.
Hummeln, die dem Neonicotinoid Imidacloprid ausgesetzt sind, fliegen nur ein Drittel der Entfernung, die unbelastete Hummeln erreichen können. Das Flugverhalten ist jedoch von entscheidender Bedeutung für die Nahrungssuche. Eine verringerte Flugleistung kann dazu führen, dass Kolonien hungern und die Bestäubung von Pflanzen beeinträchtigt werden.
In einer vergleichenden Studie haben Wissenschaftler die Verteilung, die Häufigkeit zu einem bestimmten Zeitpunkt und Viruslast der drei DWV-Varianten (DWV-A, -B und -C) auf Kolonieebene in England, Wales und 32 US-Bundesstaaten untersucht. Die Sterblichkeit der Völker in der Studie wurde ebenfalls aufgezeichnet, um die Auswirkungen der unterschiedlichen Stämme des Flügeldeformationsvirus auf Ebene der Völker besser zu verstehen.
Ein aktiver Eiweißbestandteil von Gelée Royale hilft Honigbienen dabei, neue Königinnen zu schaffen. Forscher haben ein ähnliches Protein bei Säugetieren identifiziert, das kultivierte embryonale Stammzellen pluripotent hält.
Im Mittelpunkt einer Studie stand die Untersuchung von Bienenpollen im Hinblick auf das Vorkommen von Phenolen und antioxidantischer Bestandteile. Alle untersuchten Bienenpollen-Proben zeigten eine hohe Anzahl von Phenol-Verbindungen, die möglicherweise therapeutisches Potenzial besitzen.
Eine neue Studie zeigt, dass städtische Lebensräume für Wildbienen – auch Arten auf der Roten Liste – wichtig sind. Die Wissenschaftler zeigen zudem Wege zur Verbesserung der Lebensräume für Wildbienen auf.
Mit dem Schwänzeltanz teilen Honigbienen ihren Artgenossen insbesondere mit, wo lohnende Trachtquellen zu finden sind. Je nach Bienenart haben sich aber unterschiedliche Dialekte herausgebildet. Untersucht wurden Zwerghonigbiene, Riesenhonigbiene und Östliche Honigbiene.
Honigbienen werden vom Menschen gerne wegen ihrer Bestäubungsleistungen in der Landwirtschaft eingesetzt. In Ländern wie den Vereinigten Staaten ist ihre Sterblichkeit jedoch auf ein nicht nachhaltiges Niveau gestiegen. Eine bedeutende Ursache sind riesige Monokulturen, die weniger geeignete Nahrungsquellen für Honigbienen bieten. Vor allem im Mittleren Westen der USA gibt es einen Trend zur Wiederherstellung ursprünglich einheimischer Prärie-Lebensräume. Die Frage ist, ob die renaturierte Prärien die Ernährungsgrundlagen von Honigbienen wesentlich verbessern kann, wenngleich Honigbienen in den Vereinigten Staaten und damit in der Prärie nie heimisch waren.
Hummeln zählen zu den wichtigen Bestäubern unter den Insekten und sie müssen mit vielen Belastungen in der Umwelt zurechtkommen. Wenn sie Pollen und Nektar von Pflanzen aufnehmen, die auf belasteten Böden wachsen, nehmen sie auch das Spurenelement Selen auf. Eine hohe Belastung mit Selen kann das Mikrobiom der Hummeln belasten und damit ihre Überlebensrate verringern.
Städte haben weltweit das Potenzial erkannt, das neue, blütenreiche Grünflächen für Mensch und Bestäuber bieten. Viele Städte unterstützen daher die Anlage so genannter Blühstreifen. Wissenschaftlerinnen haben in einer quantitativen Bewertung ermittelt, wie schnell neue Blühflächen in der Stadt von Wildbienen angenommen werden. Das geht schneller als ursprünglich vermutet.
Von Arten mit hoch entwickeltem Sozialverhalten wie der Honigbiene ist bekannt, dass Königinnen das Verhalten und die Fruchtbarkeit ihrer Arbeiterinnen mit spezifischen Duftstoffen („Pheromonen“) steuern. Königinnen-Pheromone beeinflussen ebenso das Sozialleben primitiver eusozialer Insekten wie der Schmal- und Furchenbienen. Die chemische Zusammensetzung dieses Pheromons unterscheidet sich jedoch von höheren Insekten. Die Evolution des Königinnen-Pheromons wird daher komplexer abgelaufen sein als bisher angenommen.