Hummeln meiden Fett
Forscher untersuchten wie Hummeln die Nahrungsqualität einschätzen und wie Nahrung unterschiedlicher Qualität ihr Wohlergehen beeinflusst. Hummeln meiden dabei erstaunlicherweise besonders fettreichen Pollen.
Forscher untersuchten wie Hummeln die Nahrungsqualität einschätzen und wie Nahrung unterschiedlicher Qualität ihr Wohlergehen beeinflusst. Hummeln meiden dabei erstaunlicherweise besonders fettreichen Pollen.
Die parasitäre Varroa-Milbe hat sich dank menschlicher Unterstützung fast weltweit bei Honigbienen verbreiten können. Über die Biologie der Milbe ist jedoch erstaunlich wenig bekannt. Die Genome der beiden Milben-Arten wurden jetzt von einem internationalen Wissenschaftler-Team vollständig sequenziert.
Die Zentrifugalkraft kann tückisch sein: Wer jemals das Gleichgewicht in einem Bus verloren hat, der eine schnelle Kurve fährt oder wer spüren musste, wie das eigene Auto ins Rutschen gerät, weil man eine Kurve zu schnell genommen hat, war der Zentrifugalkraft ganz besonderes ausgesetzt. Je schneller man fährt und je schärfer die Kurve ist, desto größer die einwirkende Zentrifugalkraft und desto wahrscheinlicher verliert man am Ende die Kontrolle.
Die meisten wissenschaftlichen Untersuchungen konzentrieren sich auf Honigbienen und Hummeln. Solitärbienen stehen nur selten im Fokus, dabei sind sie wertvolle und effiziente Bestäuber für viele Wild- und Nutzpflanzen. In einer aktuellen Studie sind Forscher den Blütenpräferenzen bei zwei Wildbienenarten nachgegangen und zeigen damit einen Einblick in die Ko-Evolution zwischen Blüten und Bestäubern.
Australien kann sich noch glücklich schätzen, dass es zu den wenigen Ländern zählt, in denen die Westliche Honigbiene noch nicht von der parasitären Varroa-Milbe befallen ist. Damit das so bleibt, gibt es Überwachungsprogramme in allen großen Häfen und das Programm namens „Sugar Shake Team“.
Ein Team von Wissenschaftlern untersucht den Einsatz mobiler Bestäubereinheiten zur Verbesserung der Fremdbestäubung in Apfelplantagen. Die Versuche laufen bereits seit 14 Monaten und dauern noch bis März 2023 an.
Die Zahl der bedrohten einheimischen australischen Bienenarten wird sich nach den verheerenden Buschbränden im „Black Summer“ laut einer Studie fast verfünffachen.
Blau ist eine seltene Farbe in der Natur. Blaue Pigmente lassen sich für Pflanzen meist schwierig produzieren und daher treiben sie diesen Aufwand nur dann, wenn es ihnen echte Vorteile bringt, Bienen oder andere bestäubende Insekten anzulocken.
Die Flugkapazität von Bienen bestimmt das Gebiet, das eine Biene oder bei sozialen Bienen das Volk für sich nutzen kann. Daraus leiten sich Möglichkeiten für eine wirtschaftliche Nutzung von Bienen und Erhaltungsstrategien ab. Im Mittelpunkt einer Untersuchung stand die Flugkapazität Stachelloser Bienen.
Das Abdriften Stachelloser Bienen stand im Fokus einer aktuellen Studienveröffentlichung. Obwohl die Völker im Rahmen eines Versuchs so markiert wurden, dass die Eingänge besonders gut zu erkennen waren, nahm der Verflug der Bienen weiter zu. Inwieweit spielt dabei die Orientierungslosigkeit wirklich eine Rolle?
Aktuelle Naturschutzpraktiken im Agrarland helfen zwar oberirdisch lebende Arten wie Vögeln und Bienen, aber das Leben unter der Erde profitiert wahrscheinlich nur wenig davon.
Bienen besitzen die Fähigkeit, komplexe statistische Eigenschaften, die in natürlichen Umgebungen häufig auftreten, automatisch zu lernen wie eine neue Studie zeigt. Früher wurde angenommen, dass dies eine visuelle Fähigkeit ist, die nur bei Menschen und höherrangigen Arten vorhanden ist. Bienen und Menschen nutzen für diese Art des Lernens grundlegend unterschiedliche Berechnungsmethoden, was einer der Hauptgründe sein könnte, wie die überlegenen Lernfähigkeiten des Menschen entstanden sind.
Westliche Honigbienen können in Ländern, in denen sie natürlicherweise vor der Einführung durch den Menschen nie vorkamen, zum Rückgang oder sogar Aussterben einheimischer Bienen führen. Ihre Völker konkurrieren mitunter um dieselben Nektar- und Pollenquellen wie eine aktuelle Studienveröffentlichung aus Australien zeigt.
Die Westliche Honigbiene wird weltweit zur Honigproduktion und Bestäubung von Kulturpflanzen eingesetzt. Allerdings ist sie in den meisten Ländern der Erde eine invasive Art. Abgeschwärmte, wilde Völker besetzen natürliche und vom Menschen geschaffene Hohlräume und können Auswirkungen auf andere endemische Arten haben. Unklar ist, welche das sind.
Die meisten Apfelsorten sind von der Bestäubung durch Insekten abhängig, die die Anzahl der Früchte, ihre Qualität und damit ihren wirtschaftlichen Wert erhöhen. Die eingeführte Europäische Honigbiene gilt in den meisten Regionen der Welt – einschließlich Australien – als Hauptbestäuber von Äpfeln. Es besteht jedoch ein zunehmendes Interesse an alternativen Bestäubern. In einer aktuellen Studie wurde die Bestäubergemeinschaft in tasmanischen Apfelkulturen beleuchtet.
Die giftigsten Tiere der Erde findet man in Australien: Gleich 20 der 25 giftigsten Schlangen leben hier, darüber hinaus Spinnen, Zecken und mit Meer noch einige mehr. Die eingeführte Honigbiene Apis mellifera führt allerdings die Liste der Kontakte an, die für Menschen am häufigsten mit einem Aufenthalt im Krankenhaus enden.
Eine groß angelegte Suche nach einer seltenen einheimischen Biene führte zu ihrer Wiederentdeckung. Seit fast einem Jahrhundert wurde sie nicht mehr gesichtet, hat aber überlebt, wahrscheinlich unter zunehmendem Druck.
Gärten im städtischen Umfeld sind kein Ersatz für einheimisches Buschland, denn die Netzwerke zwischen Bienen und Pflanzen sind in beiden Umgebungen andere. Die zunehmende Verstädterung in Australien ist damit eine wachsende Bedrohung für endemische Wildbienen.
Bienenhaltung in Entwicklungsländern wurde zunehmend gefördert und professionalisiert, um Möglichkeiten zu schaffen, dass viele Menschen ihr Einkommen aufbessern, ohne das Problem der Umweltzerstörung zu verschärfen. Nicht alle Projekte verlaufen allerdings erfolgreich.
Viele Bienen- und Wespen-Arten sind wichtige Bestäuber und natürliche Schädlingsbekämpfer. Der Verlust geeigneter Lebensräume stellt eine große Bedrohung für den Schutz von Bienen und Wespen dar, wobei wenig über die Auswirkungen auf tropische Bienen- und Wespen-Arten bekannt ist. Wissenschaftler haben in einer Studie untersucht, wie sich der Verlust von Lebensräumen auf Solitärbienen und -wespen in tropischen Agrarlandschaften auswirkt.
Bienen leisten wichtige Ökosystemleistungen wie die Bestäubung von Kultur- und Wildpflanzen. Völker sozialer Arten benötigen – je nach Lebensraum und -zyklus – das ganze Jahr über Zugang zu floralen Ressourcen, auch in ressourcenarmen Agrarlandschaften. Wissenschaftler untersuchten die Pollenressourcen Stachelloser Bienen in Wäldern und Obstplantagen des subtropischen Australiens.
Wildbestäuber sorgen häufig für einen hochwertigen Bestäubungsdienst und hohe Fruchtbarkeit der von ihnen bestäubten Pflanzen. Honigbienen werden in der Landwirtschaft häufig ergänzend eingesetzt, um quantitative Bestäubungsleistungen zu erbringen. Weitgehend unbekannt ist, ob Honigbienen die evolutionären Wechselwirkungen zwischen Wildbestäubern und Pflanzen beeinflussen und sich deren Einsatz am Ende vielleicht sogar als kontraproduktiv erweist.
Die endemischen Bienen in Australien waren bisher ausschließlich dafür bekannt, Pflanzen tagsüber zu bestäuben. Nun aber wurden zwei Arten identifiziert, die ihr Sehvermögen an die Bestäubung in der Nacht angepasst haben.
Die aus Südafrika stammende Wollbiene Pseudoanthidium (Immanthidium) repetitum wurde erstmals in West-Australien dokumentiert. Die Einwanderung erfolgte jedoch aus dem östlichen Teil Australiens. Erste Beobachtungen stammen aus dem Jahr 2000 in Queensland. Anschließend hat sich die Biene entlang der Ostküste bis nach Victoria vorgearbeitet. Dafür hat sie lediglich fünf Jahre benötigt.
Farbe ist ein wichtiges Signal, mit dem Blütenpflanzen die Aufmerksamkeit von Bestäubern wie Bienen auf sich richten. Untersuchungen aus Deutschland haben gezeigt, dass das Nektarvolumen bei Blütenfarben, die hierzulande von Bienen bevorzugt werden, höher ist. Das deutet auf einen bedeutsamen Zusammenhang zwischen Farbsignalen, Bienenpräferenzen und Belohnungen der Blumen hin.