Varroa ist keine Blutsaugerin
In der Literatur steht meist geschrieben, dass sich die Varroa-Milbe von der Hämolymphe der Honigbienen ernährt. Dem ist aber gar nicht so, wie jetzt Wissenschaftler herausgefunden haben.
In der Literatur steht meist geschrieben, dass sich die Varroa-Milbe von der Hämolymphe der Honigbienen ernährt. Dem ist aber gar nicht so, wie jetzt Wissenschaftler herausgefunden haben.
Das Genom – die Gesamtsumme aller DNA – des Kleinen Beutenkäfers ist nun publiziert worden. Diese Informationen werden künftig den entscheidenden Zugang zu besseren, zielgerichteteren Kontrollmethoden führen, etwa zielgerichtete Insektizide oder möglicherweise sogar der Zucht von Honigbienen, die mit dem Käfer fertig werden.
In Großbritannien ist man der Frage nachgegangen, welche Auswirkungen Honigbienen auf Hummeln in einer Heidelandschaft haben. Die Untersuchungen fanden in den Sommermonaten statt und berücksichtigten trockene und feuchte Heide-Landschaften gleichermaßen.
Schwedische Wissenschaftler haben untersucht, ob Honigbienen Wildbienen durch Konkurrenz verdrängen. Ihre Untersuchungen führten sie an verschiedenen Standorten mithilfe von Hummelvölkern durch, die für die Wildbienen antreten mussten.
Der Darm der Honigbienen wird von spezialisierten Bakterien besiedelt, die dazu beitragen, Bestandteile aufgenommener Blütenpollen in der Nahrung zu verdauen und Moleküle zu produzieren, die wahrscheinlich die Bienengesundheit fördern. Schweizer Wissenschaftler haben in einer Studie herausgefunden, welche Bakterienarten welche Verdauungsfunktionen im Darm der Bienen übernehmen.
In den Vereinigten Staaten sind bis zu 13 % der Imker gefährdet, ihre Honigbienen-Völker aufgrund von Pestiziden zu verlieren, die zur Eindämmung des Zika-Virus versprüht werden. Das Zika-Virus kann bei ungeborenen Kindern zu schweren Hirndefekten führen. Es wird von Moskitos verbreitet, so dass die Insekten in den südlichen US-Bundesstaaten ins Visier genommen werden, da dort mit Zika-infizierte Stechmücken auftreten.
Für Europäer mutet es surreal an, aber in Australien gibt es durchaus hochalpine Landstriche. Wissenschaftler haben sich in der alpinen Region des Bundesstaates Victoria das Ökosystem der Bestäuber genauer angeschaut.
Apic.ai aus Karlsruhe setzt auf die visuelle Überwachung von Bienenstöcken. Und die erfolgt mithilfe einer kleinen Holzkiste vor dem Einflugloch. Wie bei einer Pollenfalle müssen die Bienen durch diese Einlasskontrolle. Dabei werden sie von einer Kamera gefilmt. Die Aufnahmen werden mit Hilfe neuronaler Netze automatisiert analysiert.
Nach der Entdeckung des Kleinen Beutenkäfers in der italienischen Region Kalabrien im Jahr 2014 und weiteren Funden in den folgenden Jahren erschien eine Bewertung von Maßnahmen angemessen, wie mit dem Verbringen von Honigzargen umzugehen ist, die aus Risikogebieten stammen
Die EU brauche eine wirksame, umfassende und langfristige EU-Strategie zur Verbesserung der Bienengesundheit, zur Bekämpfung der Bienensterblichkeit und zur Wiederaufstockung der Bienenbestände, so das Parlament in einer Entschließung Ende Februar, die mit 560 gegen 27 bei 28 Enthaltungen verabschiedet wurde.
Das Amtsgericht Brandenburg hat Ende letzten Jahres einen Fall verhandelt, bei dem der Kläger durch Bienenstiche zu Schaden kam. Es fehlte jedoch der Beweis des Stichs durch die Bienen des Imkers, wenngleich die Wahrscheinlichkeit groß gewesen sein dürfte. Die grundsätzlich strenge Tierhalterhaftung stößt in der praktischen Anwendung auf Probleme, wie dieser Fall beweist. Und aufsehend erregend ist das Urteil insofern, dass es die Problematik umfassend beleuchtet.
Wissenschaftler haben die Auswirkungen einer dauerhaften Belastung von Honigbienen-Larven mit den beiden Neonicotinoiden Clothianidin und Imidacloprid sowie den beiden Organophosphaten Chlorpyrifos und Dimethoat untersucht. Ins Visier genommen haben die Forscher im Labor die Überlebens- und die Entwicklungsrate sowie den Einfluss auf das Larvengewicht.
Das Verständnis der Auswirkungen von Pestiziden auf die Gesundheit von Honigbienen ist unerlässlich, um fundierte Entscheidungen über die Risiken zu treffen, die mit dem Einsatz von Pestiziden in der Pflanzenproduktion verbunden sind. Früher konzentrierten sich die Tests darauf, ob ein Pestizid sich entwickelnde Bienen abtötet. Wissenschaftler entwickeln neue laborbasierte Methoden, um die nicht-tödlichen Auswirkungen von Pestiziden auf Bienen nachvollziehen zu können.
Die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt in Australien, die Australian Broadcasting Corporation (ABC), berichtet – wenngleich indirekt –, wie sehr die Haltung von Honigbienen der einer landwirtschaftlichen Massentierhaltung wie dem Schwein entspricht. Und sie ist keineswegs immer so ökologisch wie oft dargestellt.
Weit über die Honigproduktion hinaus kommt die Bienenhaltung der Natur und der Landwirtschaft zugute. Die tatsächliche ökonomische Bedeutung sowie die regionale Struktur und Verbreitung der Honigbienenhaltung in Deutschland haben Agrarökonomen in einem Forschungsvorhaben analysiert.
In seiner Sitzung am 28. Juni beschloss der Sächsische Landtag das Sächsische Belegstellengesetz. Ziel des Gesetzes ist der geschützte Erhalt von Bienenrassen, wie beispielsweise der Carnica-Biene, der Buckfastbiene und der Dunklen Europäischen Biene.
Bienen sind ein wichtiger Indikator dafür, wie es um unsere Umwelt bestellt ist. Dass die Lebensbedingungen von Bienen heute nicht gerade optimal sind, wissen inzwischen viele Menschen, denn seit Jahren berichten die Medien darüber. Aber was ist wirklich dran am so genannten „Bienensterben“, wo liegen die genauen Probleme und wie kann jeder einzelne helfen? Diese Fragen wollen rund 350 Imkervereine in ganz Deutschland am „Tag der deutschen Imkerei“ beantworten, der am kommenden Wochenende bereits zum 19. Mal stattfindet.
Paketbienen können Krankheiten einschleppen und nachdem bundesweit tote Kunst-Bienenschwärme unbekannter Herkunft aufgetaucht sind, hat das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt eine Warnung herausgegeben.
Die Telekom betreibt nun erstmals zwei Bienenstöcke auf dem Gelände ihrer Bonner Zentrale. Anders als andere Honigbienenvölker sind sie aber – wie sollte es heute anders sein – „smart“. Die Völker sind mit Internet-of-Things-Technik ausgestattet, die wiederum mit dem Maschinen- und Sensorennetz der Telekom verbunden sind.
Im Rahmen einer Studienarbeit haben Wissenschaftler während zwei Jahren Proben von Bienen und ihren -produkten auf Rückstände untersucht. Die Belastung durch Pollen wird als besonders kritisch eingestuft, während die Belastung absolut betrachtet beim Bienenwachs am höchsten ist. In landwirtschaftlich intensiv genutzten Gebieten ließen sich Chlorpyrifos und Acetamiprid in erhöhten Werten nachweisen.
Afrikanisierte Honigbienen, gerne auch als „Killerbienen“ bezeichnet, sind erheblich aggressiver als die Westliche Honigbiene. Forscher haben nun Neuropeptid-Veränderungen untersucht, die beim aggressiven Verhalten in den Gehirnen der Afrikanisierten Honigbienen auftreten. Werden sanftmütigen Honigbienen bestimmte Peptide injiziert, so zeigen auch sie aggressive Verhaltensweisen.
Wer die Entstehung eines außergewöhnlich illustrierten Buches für die Honigbiene unterstützen möchte, kann dies aktuell noch bis zum 1. Juli tun. Die bereits vor einiger Zeit in Ausschnitten publik gewordene Bachelorarbeit richtet sich weniger an Imker, als vielmehr an ein Bienen-interessiertes Publikum.
Der Grünen Revolution wird zugeschrieben, eine Milliarde Menschenleben zu retten, weil Nutzpflanzen mit Pestiziden und Unkrautvernichtungsmitteln besprüht werden. Inzwischen wird immer offensichtlicher, dass diese vermeintliche Innovation zunehmend widersprüchlich ist: Die Insekten, die für die Bestäubung eines Drittels der weltweiten Nutzpflanzen notwendig sind, fallen den zum Schutz der Kulturpflanzen ausgebrachten Chemikalien als Kollateralschäden zum Opfer. Und Honigbienen sind dabei keine Ausnahme.
Das Unternehmen Bien-Zenker GmbH zählt zu den großen Fertighausherstellern in Europa und hat seinen Sitz in Schlüchtern, einer Kleinstadt im Main-Kinzig-Kreis. Anfang Mai wurde dort ein Bienen-Begegnungshaus eingeweiht und dabei der Startschuss für eine einmalige Initiative zum Schutz der Bienen gegeben: Die Initiative „Bienen schützen. Zukunft sichern“ soll Unternehmen in ganz Deutschland für den Bienenschutz gewinnen und so einen spürbaren Beitrag im Kampf gegen das Bienen- sowie Insektensterben und für den Erhalt der Biodiversität leisten.
Vielen Schulabgängern in Äthiopien fehlen nach wie vor berufliche Perspektiven. Im Rahmen des Projekts „Grüne Innovationszenten“ aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) schafft die Stiftung Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe – neue Jobs für junge Menschen. Ausgesucht wurde dafür die Projektregion Dano, rund 230 Kilometer westlich von Addis Abeba, der Hauptstadt von Äthiopien.