Honigbienen auf Entzug
Wissenschaftler haben untersucht, inwieweit Alkohol auch bei Honigbienen wirkt und ob die Wirkungsweise ähnliche Symptome aufweist wie bei Menschen, insbesondere im Hinblick auf Alkoholismus und Entzugserscheinungen.
Wissenschaftler haben untersucht, inwieweit Alkohol auch bei Honigbienen wirkt und ob die Wirkungsweise ähnliche Symptome aufweist wie bei Menschen, insbesondere im Hinblick auf Alkoholismus und Entzugserscheinungen.
Der Getreideplattkäfer lebt in enger Gemeinschaft mit symbiotischen Bakterien. Die Bakterien liefern wichtige Bausteine für die Bildung des Außenskeletts der Insekten, das sie vor Trockenheit und Feinden schützt. Die Ergebnisse einer neuen Studie ziegen, dass das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat die symbiotischen Bakterien des Getreidekäfers hemmt. Käfer, die Glyphosat ausgesetzt sind, erhalten von den Bakterien nicht mehr die benötigten Bausteine. Glyphosat schädigt damit indirekt auch Insekten und es ist wahrscheinlich, dass es damit zu deren massenhaftem Sterben beiträgt.
Der weltweit in großem Stil ausgebrachte Wirkstoff Glyphosat in Unkrautvernichtungsmitteln kann das Immunsystem von Insekten schwächen, so das Ergebnis einer aktuellen Studie. Und damit sogar der Verbreitung von Malaria beim Menschen Vorschub leisten.
Die Erforschung von Wildbienen ist in den vergangenen Jahren stärker in den Fokus der Wissenschaft gerückt. In Europa und Nordamerika nimmt das Wissen zu, doch Regionen, in denen Bienen besonders diversifiziert sind, wie etwa im Mittelmeerraum, sind Informationen noch rar. Der Libanon ist ein Biodiversitäts-Hotspot. Die nun vorgelegte Studie ist eine erste kommentierte Checkliste der Wildbienen des Libanon.
Symbiosen zwischen Tieren und Mikroben sind oft Millionen von Jahren stabil. Bienen und damit heutige Arten von Honigbienen, Hummeln und Stachellose Bienen besitzen einen gemeinsamen Vorfahren. Dieser besaß bereits spezialisierte Darmbakterien, die sich anschließend diversifizierten.
Westliche Honigbienen können in Ländern, in denen sie natürlicherweise vor der Einführung durch den Menschen nie vorkamen, zum Rückgang oder sogar Aussterben einheimischer Bienen führen. Ihre Völker konkurrieren mitunter um dieselben Nektar- und Pollenquellen wie eine aktuelle Studienveröffentlichung aus Australien zeigt.
Ein Ansatz zur Renaturierung ist das „Structural Complexity Enhancement“. Dieser hat zum Ziel, die Biodiversität in bewirtschafteten Sekundärwäldern zu erhalten oder sogar zu steigern. In einer Studie hat ein Team von Wissenschaftlern untersucht, inwieweit die Vielfalt der Wildbienen in gemäßigten Wäldern von derartigen Renaturierungsmaßnahmen profitieren.
Eine nachhaltige Landwirtschaft ist notwendig, wenn es Bestäubern gut gehen soll. Bienen und Schmetterlinge sind in den Tropen in Regionen intensiver Landwirtschaft besonders betroffen, wie eine aktuelle Studie zeigt.
Wissenschaftler haben eine Möglichkeit gefunden, Honigbienen von Insektiziden zu entgiften, die auf Organophosphaten basieren, etwa Chlorpyrifos. Diese in einer Studie entwickelte Methode wurde nun von einem Unternehmen weiterentwickelt und soll bald auf den Markt kommen.
In der Umwelt gelangen Honigbienen heutzutage mit zahlreichen von Menschen ausgebrachten Giftstoffen in Kontakt. Fungizide gelten als ungefährlich für Bienen, doch in Kombination mit anderen Mitteln können sie eine erhebliche Belastung für die Bestäuber darstellen.
Bei bestimmtem infektiösen oder parasitären Befall von Honigbienenvölkern wie der Amerikanischen Faulbrut oder mit dem Kleinen Beutenkäfer kann die Abtötung des Wirtsvolkes zur Durchsetzung restriktiver Maßnahmen aufgrund bestehender veterinärmedizinischer Vorschriften notwendig sein. Dazu gibt es verschiedene verfügbare Optionen.
Honigbienen sind vielen unterschiedlichen Stressfaktoren in ihrer Umwelt ausgesetzt. In einer Studie hat ein Team von Wissenschaftlern untersucht, wie sich das Neonicotinoid Clothianidin und niederfrequente Felder mit 50 Hz auf Honigbienen auswirken. Niederfrequente Felder gehen im Haushalt von Elektrogeräten und von Stromleitungen aus; sie haben in Europa typischerweise die Netzfrequenz von 50 Hz.
Die meisten Bienen sind tagaktiv, nur etwa 1 % der beschriebenen Arten sind nachtaktiv. Und nachtaktive Bienen sind wissenschaftlich bisher besonders schlecht untersucht. Sie verfügen über besondere visuelle Anpassungen, um sich auch unter geringsten Lichtverhältnissen zurechtzufinden. Bedeutende sensorische Anhaltspunkte liefern die Duftstoffe der von ihnen aufgesuchten Blütenpflanzen.
Das Auftreten des Flügeldeformationsvirus (DWV) und der Varroa-Milbe zählt zu den großen Bedrohungen für die Westliche Honigbienen. Durch die Varroa-Milbe wurde die Virusvielfalt allerdings verringert und die DWV-Belastung in Honigbienen-Populationen erhöht. Auf Hawaii hat man diesen Vorgang besonders gut untersucht.
Im US-Bundesstaat Michigan leben 465 Bienenarten, von denen jede eine besondere Rolle im Ökosystem einnimmt. Während einer 15-jährigen Studie mit Wildbienen, die während ihrer Blütezeit Blaubeerfelder besuchten, erhielten Forscher einen unerwarteten Einblick in die Auswirkungen extremer Wetterereignisse auf die Bienen-Populationen.
Das Herbizid Glyphosat kommt weltweit in großem Stil in der Landwirtschaft zum Einsatz. Für Honigbienen wird es überwiegend als nicht toxisch oder nur leicht toxisch eingestuft. Allerdings sind die Auswirkungen von Glyphosat eher negativ hinsichtlich des Überlebens, der Entwicklung und des Verhaltens bei Bienen. Eine größere Auswertung zeigt nun, dass Glyphosat durchaus als bienengefährlich gelten müsste.
Die Westliche Honigbiene wird weltweit zur Honigproduktion und Bestäubung von Kulturpflanzen eingesetzt. Allerdings ist sie in den meisten Ländern der Erde eine invasive Art. Abgeschwärmte, wilde Völker besetzen natürliche und vom Menschen geschaffene Hohlräume und können Auswirkungen auf andere endemische Arten haben. Unklar ist, welche das sind.
Das Heusenkraut besiedelt nasse, offene Standorte. Untersucht wurde im subtropischen Gebiet der brasilianischen Stadt Ivinhema, von welchen Bienen die Pflanze aufgesucht wird. Zur Überraschung waren es kaum endemische Bienenarten.
Straßenlaternen verändern die Anzahl der Blütenbesuche von Insekten nicht nur nachts, sondern auch tagsüber. Künstliches Licht in der Nacht beeinflusst somit indirekt die gesamte Gemeinschaft von Bestäubern und Pflanzen – mit unbekannten Folgen für das Ökosystem.
Eine großangelegte Auswertung zeigt, dass die Auswirkungen von Pestiziden auf Honigbienen inzwischen gut untersucht sind. Es fehlt allerdings an Studien zu den Auswirkungen auf Wildbienen; ebenso gibt es kaum Untersuchungen unter feldrealistischen Bedingungen, denn dort kommen Bienen nicht nur mit einem Wirkstoff in Kontakt.
Größere Hummeln eines Volkes gehen schon bei ungünstigen Lichtverhältnissen der Morgendämmerung auf Nahrungssuche, wie neue Forschungsergebnisse zeigen, weil sie besser sehen und sich auf das Wissen um die Standorte ihrer Nahrungsquellen verlassen.
Hummel-Populationen in Nordamerika befinden sich seit Jahrzehnten im Sinkflug, wobei die Zerstörung von Lebensräumen ein Hauptverursacher für diese Verluste ist. Im Mittleren Westen konzentrieren sich die Bemühungen zur Erhaltung der Wildbienen vorwiegend auf die Wiederherstellung einheimischer Blütenpflanzen in Prärie-Landschaften. Aber auch in bewaldeten Landschaften gibt es einen stetigen Rückgang an verfügbaren Blütenpflanzen im Frühling, wie eine neue Studie zeigt.
In einer Meta-Studie wertete ein Team von Wissenschaftlern mehr als 500 wissenschaftliche Arbeiten aus, um zusammenzustellen, wie die weltweit zehntausenden Wespen-Arten nicht nur wichtig für die jeweiligen Ökosysteme sind, sondern ebenso nützlich für Menschen. Es wird Zeit, endlich auch Wespen zu lieben.
Antibiotika schützen den Nachwuchs von Bienenwölfen, einer Grabwespenart, im Kokon vor schädlichen Pilzen. Für die Bildung der schützenden Substanzen sind Symbiose-Bakterien der Gattung Streptomyces zuständig, die in den Insekten leben. Diese nützlichen Bakterien verlieren jedoch genetisches Material, das nicht mehr benötigt wird.
Insekten und insbesondere Bestäuber sind in Nordwesteuropa und Nordamerika rückläufig. Da die Bestäubung für die Ökosysteme der Natur wichtig sind, ist der Rückgang der Anzahl bestäubender Insekten besorgniserregend. Ein wiederkehrendes Problem ist der potenzielle Wettbewerb um Nahrungsressourcen zwischen Wildbienen und Honigbienen. Neue Richtlinien in Bezug auf die Bewirtschaftung natürlicher Gebiete sind notwendig, wenn dort wildbestäubende Insekten leben.