Hummeln

Die behäbigen Hummeln Bombus werden von den meisten Menschen besonders gerne gesehen und trotz ihres Stachels nicht gefürchtet. Die Insekten zählen zu den Wildbienen und sind besonders wichtige Bestäuber. Sie können schon bei Minusgraden von Blüte zu Blüte fliegen und gehören damit zu den ersten Insekten, die man zu Beginn des Jahres sehen kann.
Hummeln sind wie Honigbienen staatenbildende Insekten. Ihre Völker sind jedoch viel kleiner als die der Honigbienen und zudem müssen die einjährig lebenden Königinnen jedes Jahr aufs Neue ein Volk aufbauen.

Bienenforschung ohne Todesfolgen

Bienen in ihrer natürlichen Umgebung zu folgen, ist für den Menschen schwierig. Im Rahmen von Studien ist jedoch genau dies immer wieder erforderlich, um genaue Daten zu gewinnen. Was vielen nicht bewusst ist: In der Regel gehen Untersuchungen mit dem Tod der untersuchten Individuen einher. Gerade bei besonders wertvollen Wildbienen-Arten ist dies jedoch problematisch. Wissenschaftler haben nun eine Markierungsmethode entwickelt, die einfach in der Anwendung und nicht tödlich für die Bienen ist.

Attraktive Pflanzen für Bienen

In Großbritannien haben Nutzer mithilfe einer App Sichtungen von Hummeln über den Zeitraum eines Jahres aufgezeichnet und dabei die Pflanzen ermittelt, die von den Bienen besonders gerne aufgesucht werden.

Warum sind Bienen solche Naschkatzen?

Wissenschaftler haben entdeckt, warum Bienen lange auf einer Blume verweilen und sie um ihren Nektar erleichtern: Sie besitzen spezielle Zucker-erkennende Geschmacksneuronen, die dafür sorgen, dass das positive Empfinden für den Nektar möglichst lange anhält.

Dunkle Erdhummel ist Gartentier des Jahres 2018

Die Dunkle Erdhummel wurde von über 2.670 Teilnehmern zum Gartentier des Jahres 2018 gewählt. Zwischen dem 30. April und 10. Juni konnten Interessierte online für einen von sechs nützlichen Gartenhelfern abstimmen. Mit der Aktion möchte die Heinz-Sielmann-Stiftung auf den dramatischen Rückgang der biologischen Vielfalt in unserer Kulturlandschaft hinweisen.

Hummelarten der Azoren

Das Archipel der Azoren ist natürlicherweise kein Lebensraum von Hummeln. Aufgrund der großen Entfernung zu den nächsten natürlich vorkommenden Hummeln, konnten sie es nur mithilfe des Menschen auf die Inselgruppe schaffen. Erstmals Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Feldhummeln auf den Azoren beobachtet und blieben bis 2005 auch die einzig dort bekannte Hummelart.

Unkoordinierte Handelspraktiken helfen invasiven Bienenarten

Patagonien könnte seine einzige endemische Hummelart verlieren, weil die Politik die Einfuhr invasiver Arten massiv unterstützt. Wissenschaftler zeigen die Konsequenzen auf, die auf aktuellen Erhebungen der unkontrollierten Verbreitung importierter Hummeln basieren.

Das Schweigen der Hummeln

Getreide, Kartoffeln, Tomaten – viele Nutzpflanzen sind, insbesondere für eine Ertragssteigerung, auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. Dass Pestizide das Bestäubungsverhalten von Hummeln beeinträchtigen, haben Wissenschaftler nun herausgefunden.

Bestäubung fast im Alleingang

Honigbienen schaffen die Bestäubung von Himbeeren in großen Kulturen fast allein, zeigt eine Studie norwegischer Wissenschaftler im Ergebnis. Doch sie beschreibt auch, dass die Honigbienen die wildlebenden Hummeln fast vollständig von den Kulturpflanzen fernhalten. Die Forscher halten es für riskant, sich auf einen Bestäuber allein zu verlassen.

Es gibt mehr als nur eine Berglandhummel

An die Kälte angepasste Arten dürften während der Eiszeiten ihren größten Verbreitungsumfang erreicht haben. Später, als es wärmer wurde, haben sie sich in den Norden und in Höhenlagen zurückgezogen. Durch die Abgeschiedenheit einzelner Gebiete können sich im Laufe der Zeit (Unter-)Arten ausgebildet haben. In einer Studie sind dem Wissenschaftler nachgegangen und zwar für eine der häufigsten europäischen Hummelarten, die Berglandhummel, die in alpinen und arktischen Regionen Europas anzutreffen ist

Unfreundliche Hummeln gibt es wirklich

Wissenschaftler haben in einem Außenbereich ein 880 m² großes Versuchsfeld angelegt, innerhalb dessen Hummeln Bombus terrestris auf ihren Sammelflügeln genau beobachtet wurden. Im Interesse der Forscher stand dabei die Routenfindung zu den Futterpflanzen ebenso wie die Interaktion mit anderen Arbeiterinnen. Für ihre Beobachtung wurden zehn künstliche Blumen als Futterstellen eingerichtet, ebenso Überwachungskameras direkt an den Futterstellen.

Städte als wichtiger Schutzraum für Wildbienen

Weltweit verschwinden immer mehr Wildbienenarten aus vielen ländlichen Gebieten. Städtische Gebiete werden damit potenzielle Erhaltungsgebiete von besonderer Bedeutung. Die genauen Auswirkungen der Urbanisierung auf Bestäuber und dabei insbesondere auf Wildbienen sind jedoch weitgehend unklar. Mit Berlin als Studienregion haben Wissenschaftler nun genauer untersucht, ob diese Grünflächen von Wildbienen als Lebensraum genutzt werden und wie die Wildbienenarten durch unterschiedliche Lebensräume innerhalb der Städte beeinflusst werden. Zuletzt haben die Forscher noch untersucht, inwieweit die Wiederherstellung von Wiesenflächen Bienen in städtischen Umgebungen fördern kann.

Wildbienen leiden unter Neonicotinoiden

Die Exposition mit gebeiztem Raps-Saatgut führt zu einem langfristigen Rückgang von Wildbienen in England. Damit vergeben sich Landwirte die Chance auf eine wirkungsvolle Bestäubung durch die Insekten zur Ertragssteigerung.

Neonicotinoid Thiamethoxam setzt Hummel-Populationen zu

Hummelköniginnen haben es in der Natur ohnehin schon schwer genug, das Überleben ihrer Art zu sichern. Sie müssen dazu im Laufe ihres einjährigen Lebens eine Reihe von Hindernissen bewältigen: Bei der Überwinterung verlieren sie fast ihre gesamten Fettreserven, werden von Parasiten und Räubern bedroht. Darüber hinaus machen ihnen schlechtes Wetter und mangelnde Nahrungsressourcen zu schaffen. Der Erfolg, ein Hummelvolk aufzubauen, geht noch deutlich zurück, wenn eine Königin durch das Neonicotinoid Thiamethoxam belastet wurde.

Österreichweit über 160 Bienenarten nachgewiesen

Unzählige Pflanzen werden von Bienen bestäubt. Einen wesentlichen Anteil übernehmen dabei Wildbienen, zu denen auch die Hummeln zählen. Trotz ihrer Bedeutung sind viele Wildbienen-Arten aufgrund von Lebensraumverlust auch in hiesigen Breiten bereits selten geworden. Die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) starten daher eine österreichweite Naturschutz-Initiative zur Förderung der Wildbienen in ihren Wäldern.

Bestäuber-Strategie für Schottland 2017 – 2027

Schottland hat eine Strategie für Bestäuber veröffentlicht, mit deren Hilfe die Situation für Honigbienen, Hummeln, Wildbienen und Schwebfliegen verbessert und der bisherig rückläufige Trend umgekehrt werden soll. Bei der Aufstellung des Strategiepapiers waren wichtige Umweltorganisationen des Landes beteiligt.

Blütengröße entscheidet über Sammelroute bei Hummeln

In einem künstlichen Umfeld präsentierten japanische Forscher Hummeln verschiedene künstliche Blumen mit Nektar. Die Blüten waren von unterschiedlicher Größe und versprachen unterschiedliche Mengen lohnenden Nektars. Anders als vor dem Experiment angenommen, wurden nicht die Blüten mit dem meisten Nektar bevorzugt angeflogen, sondern die größten.

Erste Hummel in den USA als gefährdete Art eingestuft

Vor knapp 20 Jahren war die Rostbraungefleckte Hummel noch eine gänzlich alltägliche Spezies. Im Wettlauf um das Aussterben ist ihr jetzt die zweifelhafte Ehre zuteilgeworden, es als erste Hummel in den USA auf die Liste der gefährdeten Arten zu schaffen.

Bienen erlernen Pollenquellen

Die kleinen Insekten beeindrucken immer wieder durch ihre unglaublichen Fähigkeiten. Eine davon ist die aufgedeckte Fähigkeit zu erlernen, welche Pflanzen die besten Pollenquellen sind. Pollen lassen sich an vielen Pflanzen sammeln, doch die Qualität unterscheidet sich deutlich. Daher macht es durchaus Sinn, dass Bienen sich merken, wo die beste Futtertankstelle ist.

Farbpräferenzen bei Stachellosen Bienen und Hummeln

Die Autorin Jessica Bossems arbeitet am Institut für Sinnesökologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und erforscht das visuelle System von Bienen. Dort hat sie im Rahmen ihrer Arbeit ein völlig neues Verfahren zum Prüfen spontaner Farbpräferenzen von Bienen entwickelt und es erfolgreich im Freiland an Stachellosen Bienen in Brasilien und unter Laborbedingungen an Hummeln in Deutschland getestet.

Virus-infizierte Tomatenpflanzen für Hummeln attraktiver

Weltweit gibt es (außer in Australien) wohl keinen kommerziellen Tomatenanbau ohne Hummeln, da die Bestäubung der Tomaten mit ihnen einfach besser funktioniert. Tomaten, die mit dem Gurkenmosaikvirus befallen sind, werden erstaunlicherweise durch die Hummeln noch bevorzugt.

Hummeldrohnen lernen ebenso wie Arbeiterinnern

Drohnen stehen nur selten im Fokus wissenschaftlicher Betrachtungen. Doch die Lebensweise von Arbeiterinnen und Drohnen ist bei Hummeln extrem unterschiedlich und Grund genug, einmal genauer hinzuschauen. Ob die Lebensweise im Laufe der Evolution Auswirkungen auf die Fähigkeiten zum Erlernen geeigneter Futterquellen genommen hat, haben nun erstmals Wissenschaftler untersucht.

Dunkle Erdhummel

Eine Dunkle Erdhummel am 31.12.2015 und damit deutlich zu früh aus dem Winterschlaf erwacht.

Die wundervolle Welt der Wildbienen

Im Jahr 2014 hat der Fotograf Clay Bolt damit begonnen, Bienen in seinem Garten aufzunehmen, nachdem er vom Bienensterben gelesen hatte. Schnell musste er feststellen, dass das, was er vor die Linse bekommen hatte, gar keine Honigbienen waren, von denen überall geschrieben wurde. Statt der aus Europa eingeführten Honigbienen hatte er einige der 4.000 in Nordamerika endemischen Wildbienenarten fotografiert.

Hohe Artenvielfalt in New Hampshire

Wissenschaftler der Universität New Hampshire haben eine Erhebung im Rahmen einer Untersuchung aller im Bundesstaat vorkommenden Wildbienen abgeschlossen. Mehr als 100 Arten haben sie am Ende dokumentiert, davon waren fast 20 Bienenarten zuvor immer durch das Raster gefallen und konnten nun erstmals erfasst werden.

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